KI für Lehrkräfte: Fortbildungen für Schule und Unterricht
Hier findest du Fortbildungen zu künstlicher Intelligenz für Lehrkräfte und Schulen. Es geht um Unterrichtsvorbereitung, Prüfungsformate und den Umgang mit ChatGPT im Klassenzimmer. Vergleiche Preis, Dauer und Abschluss.
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KI für Lehrkräfte: Fortbildungen für Schule und Unterricht
Ich habe mir angesehen, was es an KI-Fortbildungen für Lehrkräfte auf Deutsch gibt. Das Angebot ist ein Flickenteppich. Es reicht vom kostenlosen Hochschulkurs bis zur Jahres-Flatrate mit über 450 Kursen. Hier sortiere ich das nach den Fragen, die du vor einer Buchung wirklich hast. Kurz vorweg: Du musst kein Informatiker sein. Fast alle Kurse hier kommen ohne KI-Vorkenntnisse aus. Nur das Live-Seminar der Cornelsen Akademie setzt Office- und Internet-Grundkenntnisse voraus. Ein Laptop und drei freie Stunden reichen für den Anfang. Die Preisangaben stammen aus September 2026.Womit du anfängst, wenn KI für dich Neuland ist
Fang bitte nicht mit einer Tool-Liste an. Das ist der Klassiker unter den Fehlstarts. Du sammelst zwanzig Werkzeuge und nutzt danach keines davon im Unterricht. Ich würde mit einem Grundlagenkurs starten, der die Funktionsweise von Sprachmodellen erklärt. Der Kurs „KI-Kompetenzen für Lehrkräfte“ am KI-Campus macht das sauber. Er folgt dem AI Literacy Framework von EU-Kommission und OECD. Acht Stunden, kostenlos, mit Leistungsnachweis. Danach verstehst du, warum ChatGPT manchmal sehr überzeugend Unsinn erzählt.Wie viel Zeit du wirklich einplanen musst
Die Spanne ist groß. Das Seminar der Cornelsen Akademie dauert eineinhalb Stunden. Die Workshops der Hopp Foundation liegen bei drei bis fünf Stunden. Die Onlinekurse am KI-Campus brauchen sieben bis zwölf Stunden. Der openHPI-Kurs läuft im Selbststudium ganz ohne feste Wochenstunden. Rechne bei Selbstlernkursen etwas drauf. Aus acht Kursstunden werden bei mir eher zwölf, weil ich alles sofort ausprobiere. Ich finde das gut investiert. Zwei Nachmittage in den Ferien reichen für einen soliden Grundstock.Was eine KI-Fortbildung für Lehrer kostet
Nach oben ist die Luft dünn, und das ist eine gute Nachricht. Sieben der zehn Angebote hier kosten null Euro. Das Live-Online-Seminar der Cornelsen Akademie liegt bei 27,99 Euro. Die Fortbildungs-Flatrate von fobizz kostet 179 Euro im Jahr. Mit Tools und KI-Zugang sind es 239 Euro. Beim Selbstlernkurs von Lehrer-Online steht gar kein Preis auf der Kursseite. Der Zugang läuft dort über eine Premium-Mitgliedschaft. Meine Faustregel dazu: Für Wissen zahlst du nichts, für Verbindlichkeit zahlst du. Die kostenlosen Kurse von KI-Campus und openHPI sind inhaltlich richtig gut. Sie kosten dich nur Zeit und Selbstdisziplin. Viele steigen dann nach zwei Wochen wieder aus. Wenn dir ein fester Termin hilft, sind die 27,99 Euro gut angelegt. Ein Termin im Kalender schlägt zehn offene Browser-Tabs. Die Flatrate rechnet sich erst bei regelmäßiger Nutzung. Für einen einzelnen Kurs im Jahr ist sie zu teuer. Frag vorher nach, ob deine Schule den Beitrag übernimmt.ChatGPT in der Schule: erst die Rechtslage, dann die Tools
Das ist der Punkt, an dem viele im Kollegium nervös werden. Zu Recht. ChatGPT in der Schule berührt Datenschutz, Urheberrecht und schulische Transparenz gleichzeitig. Genau dafür gibt es das Seminar der Cornelsen Akademie. Es zeigt dir die Leitplanken für Vorbereitung, Materialerstellung und Korrekturhilfe. Ein Block klärt, warum private Einzelzugänge zu KI-Anbietern problematisch sein können. Geleitet wird das von einem Schulleiter und Dozenten für Schulrecht. Der openHPI-Kurs behandelt ethische, rechtliche und soziale Fragen ebenfalls. Meine Empfehlung: Kläre das, bevor du irgendwo Schülerdaten eintippst. Diese Reihenfolge erspart dir sehr unangenehme Gespräche.Brauchst du am Ende ein Zertifikat?
Kommt darauf an, wer den Nachweis sehen will. Für dich selbst brauchst du keinen. Bei der Anrechnung als Fortbildung sieht es anders aus. Der Kurs von Lehrer-Online gibt dir ein digitales Zertifikat als Online-Badge. Er steht in den Fortbildungsportalen von sechs Bundesländern, darunter Hessen und Nordrhein-Westfalen. Bei fobizz bekommst du für jede abgeschlossene Fortbildung ein Zertifikat. Die Kurse am KI-Campus schließen mit einem kostenlosen Leistungsnachweis ab. Die Workshops der Hopp Foundation nennen keinen Abschluss. Mir persönlich wäre das egal, deiner Schulleitung vielleicht nicht. Frag im Zweifel dort nach, was sie anerkennt.KI im Unterricht: hier holst du die Zeit rein
KI im Unterricht klingt nach Robotern im Klassenzimmer. In der Praxis ist es unspektakulärer und viel nützlicher. Du lässt dir zu einem Text zwölf Verständnisfragen bauen und wählst vier aus. Genau dieses Formulieren übt der Workshop „KI im Lehreralltag“ der Hopp Foundation. Fünf Stunden lang geht es um Prompts und um passende Werkzeuge. Wer schon weiter ist, findet bei „Smart Teaching“ Quizgenerierung und eigene GPTs. Ich finde, diese Zeitersparnis rechtfertigt den ganzen Aufwand.Prüfungen: die Perspektive deiner Schüler verstehen
Deine Schüler nutzen KI längst. Das ist keine Prognose, das ist der Stand. Der Kurs „AIce Your Exams“ am KI-Campus wurde von Studierenden gebaut. Er erklärt Prompt Engineering aus der Lernperspektive. Für dich ist das ein Blick hinter die Kulissen. Du siehst, wie eine Hausaufgabe entsteht, die du danach korrigierst. Sieben Stunden, kostenlos. Aus meiner Sicht ist das die beste Vorbereitung auf neue Prüfungsformate. Verbieten funktioniert nicht, verstehen schon.Selbstlernkurs, Live-Online oder Präsenz
Drei Formate stehen zur Wahl, und sie passen zu sehr unterschiedlichen Typen. Die Präsenz-Workshops der Hopp Foundation laufen in Weinheim und kosten nichts. Sie sind Lehrkräften öffentlicher und gemeinnütziger Schulen aus EU und EWR vorbehalten. Ein eigenes Endgerät bringst du mit, Leihgeräte gibt es laut Anbieter. Wohnst du in der Nähe, greif zu. Mich stört an dem Angebot einzig die Anfahrt, inhaltlich ist es stark. Für alle anderen bleibt online, und das reicht völlig. Der Kurs von Lehrer-Online läuft im Selbststudium und startet jederzeit. Das Live-Seminar hat feste Termine am späten Nachmittag.Woran ich einen guten Kurs erkenne
Ein guter Kurs nennt seine Dauer, seinen Preis und seinen Abschluss vorher. Klingt banal, ist es nicht. Genau daran scheitern viele Angebote im Netz. Zweites Kriterium: Der Kurs bleibt nicht bei Tool-Tipps stehen. Tools ändern sich alle sechs Monate, Grundlagen nicht. Drittens schaue ich auf die Beispiele. Der openHPI-Kurs richtet sich an sprachliche und gesellschaftswissenschaftliche Fächer. Das macht seine Beispiele brauchbarer als in einem allgemeinen KI-Kurs.Für wen sich diese Kurse lohnen
Die meisten Angebote richten sich an Lehrkräfte aller Schulformen und Fächer. Referendare und Quereinsteiger sind bei der Cornelsen Akademie ausdrücklich mitgemeint. Der Grundlagenkurs am KI-Campus nennt dagegen weiterführende Schulen als Zielgruppe. Zwei Einschränkungen nenne ich dir offen. Unterrichtest du Informatik, wirst du dich in den Grundlagenkursen langweilen. Und das Prompt-Labor am KI-Campus kommt aus der Hochschullehre. Für die Schule lohnt dort vor allem der Teil zu Bildern und Visualisierungen. Zwölf Stunden für den zweiten Teil einer Reihe sind eine Ansage.Mein Fahrplan für die ersten vier Wochen
So würde ich vorgehen, wenn ich heute bei null anfange.- Woche 1: Grundlagenkurs am KI-Campus, acht Stunden, kostenlos
- Woche 2: Rechtliches klären, am schnellsten im Live-Seminar
- Woche 3: Ein einziges Tool im Unterricht testen, nicht fünf
- Woche 4: Entscheiden, ob sich eine Flatrate für dich rechnet






ca. 1 Stunde










