Das Seminar behandelt den AI-Act und dessen rechtliche und organisatorische Anwendung in KI-Projekten. Die Europäische Kommission verfolgt mit dem AI Act einen risikobasierten Ansatz, um KI-Anwendungen unterschiedlich einzustufen. Daraus entstehen neue Vorgaben für Unternehmen bei der Entwicklung und Einführung von KI-Systemen. Genau diese Vorgaben schaust du dir hier praxisnah an.
Los geht es mit dem Datenschutz. Du klärst den Unterschied zwischen personenbezogenen und anonymen Daten. Du siehst die Rechtsgrundlagen für die Datenverarbeitung und die passenden Vertragsgestaltungen. Danach folgen die Fallstricke in KI-Projekten. Themen sind die Blackbox gegenüber den Datenschutzprinzipien, der Zugang zu Datenquellen und anonymisierte Datennutzung.
Der zweite Block dreht sich um den AI-Act selbst. Du bekommst einen Überblick über den aktuellen Stand und die Durchführungsmaßnahmen. Die Clusterung nach Risikokategorien wird erklärt. In einer Gruppenarbeit ordnest du konkrete Fälle aus der Praxis in die vier Risikoklassen ein.
Anschließend geht es um die Umsetzung. Du lernst, wie Hochrisiko-KI-Projekte rechtskonform aufgesetzt werden. Für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI) besprichst du Dokumentationspflichten, Transparenzpflichten und eine Strategie zur Einhaltung des Urheberrechts. Zum Abschluss steht der Haftungsrahmen für KI-Produkte auf dem Programm, inklusive Richtlinie über KI-Haftung und Aktualisierung der Produkthaftungsrichtlinie.
Angesprochen sind Software Entwickler:innen und Data Science Experten:innen, die an der Entwicklung von KI-Systemen beteiligt sind. Ebenso Projektmanager und Entscheidungsträger, die KI-Projekte leiten und überwachen. Auch Rechtsanwälte, Datenschutzbeauftragte, Data Analysts, regulatorische Stellen und Personen aus der KI-Forschung gehören zur Zielgruppe.
Der Ablauf ist an einem Tag erledigt. Der erste Seminarteil zur rechtlichen Situation und Einordnung läuft von 09:00 bis 12:30 Uhr. Der zweite Teil zur technischen Umsetzung in KI-Projekten folgt von 13:30 bis 17:00 Uhr. Insgesamt sind es 8 Unterrichtseinheiten, danach bekommst du eine Teilnahmebescheinigung.
Voraussetzungen gibt es keine. Kenntnisse in der aktuellen Rechtsprechung oder Grundwissen zu KI und maschinellem Lernen sind laut Anbieter aber vorteilhaft. Du kannst zwischen Präsenz und Virtual Classroom wählen. Zum Zeitpunkt der Recherche standen 16 Termine zur Auswahl. Für Unternehmen ist eine Inhouse-Durchführung möglich, und den Kurs gibt es auch in englischer Sprache.





