Die Weiterbildung zum KI-Beauftragten umfasst 40 Unterrichtsstunden und läuft als Online-Live-Seminar. Sie vermittelt grundlegende, rechtliche, ethische und praxisbezogene Kompetenzen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Der Anbieter verteilt den Stoff auf fünf Seminartage von 09:00 bis 16:00 Uhr.
Am ersten Tag sortierst du erst einmal die Begriffe. Es geht um den Stand der Digitalisierung in der Pflege. Danach grenzt du Automatisierung, algorithmische Systeme und KI voneinander ab. Du schaust dir Anwendungsfelder in Dokumentation, Planung, Risikoerkennung und Assistenz an. Ein eigener Block klärt dein späteres Aufgabenprofil.
Der rechtliche Teil deckt DSGVO, Schweigepflicht und Dokumentationspflicht ab. Dazu kommen die Grundzüge der EU-KI-Verordnung mit ihren Risikoklassen. Am zweiten Tag vertiefst du Datenschutz und Datensicherheit, Cloud-Lösungen und Auftragsverarbeitung. Auch die Verantwortung von Pflege, Leitung und Träger wird geklärt.
Praktisch wird es beim Prompten. Du übst, wofür sich KI in der Pflege sinnvoll einsetzen lässt. Typische Kontexte sind Texte strukturieren, Informationen zusammenfassen und Reflexionen vorbereiten. Ein Block behandelt gute und schlechte Prompts. Dabei geht es auch darum, was du nicht eingeben solltest.
Tag drei widmet sich der Pflegeethik. Macht, Vulnerabilität und Schutzbedarfe kommen zur Sprache. Anschließend arbeitest du mit dem Implementierungsleitfaden des PPZ Nürnberg. Seine Leitfragen wendest du auf konkrete Beispiele aus der Pflegepraxis an. Du lernst, zulässige von nicht zulässigen Einsatzbereichen zu unterscheiden.
Am vierten Tag geht es um Beratung. Du lernst, mit Vorbehalten und Ängsten im Team umzugehen. KI-Themen sollst du für unterschiedliche Qualifikationsniveaus verständlich erklären. Auch die Information von Pflegebedürftigen und Angehörigen gehört dazu. Qualitätssicherung, Monitoring und das Reporting an Leitung und Träger runden den Tag ab.
Der letzte Tag dient dem Transfer in die eigene Einrichtung und endet mit einem Kolloquium. Angesprochen sind Pflegedienstleitungen, Pflegefachkräfte aus Altenpflege und Krankenhaus sowie Praxisanleitungen. Auch Stations- und Wohnbereichsleitungen und Pflegehilfskräfte gehören zur Zielgruppe. Wer sich vorher orientieren will, kann am kostenlosen Webinar zum Thema KI in der Pflege teilnehmen.




