Im Seminar "Grundlagen der industriellen Bildverarbeitung" lernst du die Vorgehensweise der industriellen Bildverarbeitung kennen. Du bekommst einen Überblick über Standardprobleme und -lösungen und kannst danach einschätzen, wofür Sonderentwicklungen nötig sind. Ich finde es sinnvoll, dass auch unterschätzte Komponenten wie Beleuchtung, Zuführung, Objektive und Datenübertragung behandelt werden.
Am ersten Tag geht es um Einsatzmöglichkeiten der industriellen Bildverarbeitung, sowohl in der laufenden Produktion als auch in der Robotik. Du lernst etablierte Methoden wie Anwesenheitskontrolle, Lage- und Positionserkennung, Vermessung, Barcode- und Flächencodeerkennung, optische Zeichenerkennung und Oberflächenprüfung kennen. Ein Vorgehensmodell zeigt dir, wie du eine Bildverarbeitungsaufgabe als Kette aus Zuführung, Beleuchtung, Optik, Kameratechnik und Software strukturierst.
Am zweiten Tag geht es ins Detail: Zuführung, Beleuchtung, optische Abbildung, Bildaufnehmer in Industriekameras und digitale Schnittstellen. Danach folgt die Auswertung im Rechner, von der Vorverarbeitung über Segmentierung und Labeling bis zur Merkmalsextraktion und Klassifizierung. Zum Schluss geht es um Trends wie Stereo-Vision und 3D-Vermessung in der Robotik.
Das Seminar richtet sich an Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Fachkräfte aus Fertigung, Automatisierung und Produktionskontrolle. Auch wer in Qualitätssicherung, Messtechnik, Sensorik, Steuerung oder Handhabungstechnik arbeitet, ist hier richtig. Besondere Vorkenntnisse in Bildverarbeitung nennt der Anbieter nicht als Voraussetzung.
Geleitet wird das Seminar von Prof. Dr. Christoph Heckenkamp und Prof. Dr. Thomas Netzsch. Beide lehren am Studienbereich Optotechnik und Bildverarbeitung der Hochschule Darmstadt. Am Ende erhältst du eine Teilnahmebescheinigung.
Praktisch: Du wählst zwischen Präsenzterminen in Düsseldorf, Frankfurt am Main, Neuss und München oder einem Online-Termin. Beide Formate laufen über zwei Tage mit festem Zeitplan. Der erste Tag geht von 9:30 bis 17:30 Uhr, der zweite von 9:00 bis 16:30 Uhr. Für den Termin in Düsseldorf im September 2026 ist die Durchführung bereits garantiert.



